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Dreidimensionale Blicke in den Körper
Neues Programm im Softwaretheater des HNF

Herr K. ist 62 Jahre alt, übergewichtig und ständig im Stress. Kein Wunder, dass er über Atemnot klagt. Doch was ist die tatsächliche Ursache seines Leidens? Eine Antwort erhalten die Besucher des Softwaretheaters im Heinz Nixdorf MuseumsForum. Sie erleben dreidimensionale Einblicke in den Körper von Herrn K. und sehen, welche Darstellungen moderne bildgebende Verfahren in der medizinischen Diagnostik ermöglichen.
 
Das neue Programm im Softwaretheater des HNF zeigt, wie aus den Daten von Computertomographie (CT) und Positronenemissionstomographie (PET) aussagekräftige Bilder entstehen. Mithilfe aufwändiger Verfahren der Informatik ist es möglich, aus diesen Daten sinnvolle Ansichten zu entwickeln.
Ein CT arbeitet mit Röntgenstrahlen, die durch den Körper des Patienten geschickt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Schwächungskoeffizienten des Körpergewebes lassen sich Knochen, Organe, Muskeln und Blutgefäße unterscheiden, vorausgesetzt der Patient hat vorher ein Kontrastmittel eingenommen. Im HNF können die Besucher die Organe und die detaillierten Untersuchungsergebnisse des CT betrachten.
 
So ist auch zu erkennen, dass bei Herrn K. das Zwerchfell durch das Übergewicht nach oben gedrückt wird. Doch das Herz von Herrn K. ist seinem Alter entsprechend in akzeptablem Zustand. Also wird er noch mithilfe des PET untersucht. Bei diesem nuklearmedizinischen Verfahren werden winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe verabreicht. Deren unterschiedliche Verteilung wird mit einer PET-Aufnahme sichtbar gemacht. So ist der Zuckerstoffwechsel ablesbar. Wo viel Zucker verbraucht wird wie im Gehirn, sind auf dem Bild farbige Flecken erkennbar. Und so wird auch die Krankheit von Herrn K. deutlich: Ein Tumor oberhalb der Rippen leuchtet in dunklem Grün. Die Kombination von CT und PET-Bildern sorgen für eine exakte Lokalisierung des Tumors. Die anschließende Operation hat Herr K. gut überstanden, er ist heute wieder gesund.
 
Das Softwaretheater präsentiert diese dreidimensionalen Blicke in den menschlichen Körper täglich außer montags von 9.00 bis 18.00 Uhr, am Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr. In der Sonderausstellung Computer.Medizin sind eine CT-Zukunftsstudie und mehrere Bauteile eines PET ausgestellt. Im Bereich „Blicke in den Körper“ erhalten die Besucher umfassende Informationen zur bildgebenden Diagnostik.
 
Mehr im Internet unter www.computer-medizin.de
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