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Laufroboter Lokomat

Das Lauftraining für Querschnittsgelähmte mit teilweise zerstörtem Rückenmark ist aufwändig und mit großer Kraftanstrengung für die Therapeuten verbunden. Eine erhebliche Erleichterung und Verbesserung bietet der Laufroboter Lokomat, der ab dem 25. Oktober in der Sonderausstellung Computer.Medizin im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum zu sehen ist.
Der Lokomat besteht vor allem aus einer Hüft- und zwei Beinstützvorrichtungen, die am Körper des Patienten befestigt werden. Eingebaute computergesteuerte Elektromotoren stimulieren den Patienten zum Gehen auf einem Laufband. Das Laufen wird automatisiert und der Gelähmte lernt wieder Schritt für Schritt, seine Beine zu bewegen. Sensoren ermitteln den Kraftaufwand des Patienten, die Trainingsleistung kann so individuell eingestellt werden. Die Anstrengungen des Patienten werden auf einem Bildschirm visualisiert und geben ihm eine zusätzliche Motivation.
Der Hauptvorteil des Lokomaten ist, dass das Training erheblich verlängert wird und die Beine der Patienten gleichmäßiger und kontrollierter bewegt werden. Das Training kann erheblich früher und intensiver durchgeführt werden. Gleichzeitig werden die Therapeuten von schwerer körperlicher Arbeit entlastet.
Der Laufroboter wurde von der Schweizer Medizintechnikfirma Hocoma in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Balgrist entwickelt. Er ist eines von über 100 Exponaten, die ab dem 25. Oktober in der Sonderausstellung Computer.Medizin im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum zu sehen sein werden. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über den Einsatz des Computers und der modernen Informationstechnologie im Medizinbereich. Sie gewährt einen einmaligen und faszinierenden Einblick anhand zahlreicher Leihgaben aus dem In- und Ausland. Auf 1.000 Quadratmetern werden spektakuläre Exponate in einer aufwändigen Inszenierung präsentiert. Neben der Information kommen unterhaltende Elemente nicht zu kurz. Etwa ein Drittel der Exponate können von den Besuchern ausprobiert und getestet werden. An mehreren Stationen haben sie die Möglichkeit, Funktionstests durchzuführen. So können sie nicht nur Hörvermögen und Blutdruck messen, sondern ebenso computertomographische Schnitte durch den menschlichen Körper setzen und das Einführen eines Herzkatheters in ein Herzkranzgefäß simulieren.
Computer.Medizin richtet sich sowohl an den interessierten Laien als auch an Ärzte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie Informatiker und Techniker. Es werden Objekte gezeigt, die den aktuellen Stand der Technik repräsentieren und in erste führende Kliniken Einzug gehalten haben.
Weitere Informationen auf der Internetseite www.computer-medizin.de.
 
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